Deutscher Gewerkschaftsbund

12.02.2018

Bekräftigung der Forderung nach Ost – Minister in neuer Bundesregierung

Die Forderung nach einer Ministerin bzw. einem Minister und einer damit verbundenen besseren Berücksichtigung der Leistungen und  Lebenssituation der Menschen im Osten Deutschlands unterstützt der DGB in der Region Ost Mecklenburg Vorpommern ausdrücklich.

Die DGB Regionsgeschäftsführerin, Gisela Ohlemacher, stellt fest: Noch immer besteht die Mauer in vielen Köpfen. Dies ist besonders zu bemerken bei Tarifverhandlungen, wenn Arbeitgeber in keiner Weise die Wirtschaftskraft, die Umsätze, die unsere Kolleginnen und Kollegen täglich erarbeiten realisieren und wertschätzen. Am Beispiel der modernen Ernährungsindustrie in MV ist zu sehen, dass die Kolleginnen und Kollegen dringend die Unterstützung der Politik brauchen, denn laut Studie der Nord LB erwirtschaften sie inzwischen sogar mit ca. 30.000,-€ jährlich mehr Umsätze im Vergleich zum bundesdeutschen  Durchschnitt. Auch in der Landwirtschaft liegt MV mit einer Bruttowertschöpfung je Arbeitsstunde mit 156% an der Spitze Deutschlands, so die Studie der Nord LB.

In den Köpfen ist der Osten aber noch immer Billiglohnland und soll es auch bleiben. Dies wird so lange wiederholt, bis es zu einer gläsernen Decke wird, wodurch nichts mehr geht. Dagegen wehren wir uns.

Wenn MV eine gute wirtschaftliche Entwicklung nehmen soll, dann brauchen wir gutes Geld für gute Arbeit, Selbstbewusste und gut ausgebildete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Dies ist für Mindestlohn nicht zu haben. In diesem Sinne unterstützen wir den Vorstoß der Ministerpräsidentin in Bezug auf die Besetzung der Bundesregierung mit Personen, die einen Bezug zum Osten haben und die  richtigen Schritte unserer Landesregierung im Hinblick auf die  Änderungen im Vergabegesetz und bei der Wirtschaftsförderung, die gute Anreize für gute Arbeit und faire Löhne setzen.

Gisela Ohlemacher

 

Quelle:    Nord LB                                                                Seite 3 und 6

Regionalwirtschaft

Mecklenburg-Vorpommern Report    Ausgabe 2/2016, 26. Mai 2016

 


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