Deutscher Gewerkschaftsbund

07.11.2011

Mindestlöhne jetzt

von Guido Fröschke
Wir Gewerkschaften begrüßen die Forderung der Reformer in der CDU für einen Mindestlohn.
Ein Beweis dafür, daß keine Arbeitsplätze abgebaut werden ist zum Beispiel die Einführung eines tariflichen Mindestlohnes im textilen Reinigungsgewerbe.
Bei T-Tex in Torgelow haben die KollegInnen bei Einführung des Mindestlohnes am  24.10.2009 ca. 1,30 bis 1,50€ mehr Bruttolohn je Stunde erhalten.
In Neubrandenburg bei Sonderby wurde die Konkurenzfähigkeit gegenüber kleinen "Billiganbietern" gesichert, da dort schon vergleichbare Löhne galten.
Bei der Warener Waschfee wurde unter Berücksichtigung des betrieblich zusätzlich zwischen IG Metall, Betriebsrat und Geschäftsleitung vereinbarten Leistungslohnes 2009 schon leicht mehr bezahlt.
Die Praxis hat gezeigt: Mindestlöhne kosten keine Arbeitsplätze. Die Arbeit fällt vor Ort an und muss bewältigt werden.
 
Hier noch die Übersicht der tariflichen Mindestlöhne als untere Lohngrenze im Osten:
 
ab 24.10.2009   6,36€                  
ab 01.04.2011   6,75€
ab 01.04.2012   7,00€
 
Darüber hinaus gibt es noch höhere vereinbarte Tariflöhne in der Branche.
 
Das Problem ist, dass diese Betriebe nicht in Arbeitgeberverbänden mit Tarifbindung organisiert sind . Klar muss sein, nur mitgliederstarke Gewerkschaften können Gute Tarife durchsetzen.
Tarif gibt`s nur aktiv! Mitglied werden!

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