Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 09-2013 - 02.09.2013

Armut wächst: Frau Merkel, bitte melden!

 

Nach Mitteilung des Statistischen Amtes waren die Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns 2012 zu 
22,9 Prozent von Armut bedroht oder betroffen. Im Ländervergleich wies Mecklenburg-Vor­pommern
damit wie im Vorjahr das zweithöchste Armutsrisiko auf. Die Gefährdungsquote stieg gegenüber 2011
um 0,7 Prozentpunkte. Der DGB Nord sieht die Kanzlerin und Direktkandidatin im Wahlkreis
Vorpommern-Rügen - Vorpommern-Greifswald I in der Verantwortung.

Das Risiko durch Armut gefährdet oder betroffen zu sein, bestand vor allem für Erwerbslose (51 Prozent),
Alleinerziehende (36,3 Prozent), Paare mit drei oder mehr Kindern (25,6 Prozent) sowie für Gering-
qualifizierte (23,9 Prozent), so das Statistische Amt.
Die Armutsrisikoschwelle für einen Einpersonenhaushalt liegt in Mecklenburg-Vorpommern bei 723 EUR. Uwe Polkaehn, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord (DGB Nord), erklärt dazu: "Diese Zahlen müssten auch das Dauerlächeln der Direktkandidatin im Wahlkreis Vorpommern-Rügen -
Vorpommern-Greifswald I beenden: Armut ist zum Massenproblem im Merkel-Land geworden, weil die
Bundesregierung dagegen viel zu wenig getan hat. Mecklenburg-Vorpommern ist der Lohnkeller, hier
werden die niedrigsten Löhne Deutschlands gezahlt. Kein Land braucht den Mindestlohn, Investitionen
und ein Programm der sozialen Gerechtigkeit dringender.
Für Arbeitslose müssen mehr Qualifizierungsmaßnahmen und Beschäftigungsprogramme her, sonst
werden die Probleme weiter wachsen. Wer schon jung mit dem Armutsrisiko lebt, wird im Alter umso
mehr davon betroffen sein - denn welche Renten sollen dabei herauskommen?
Frau Merkel, bitte melden!"

Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-
Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen rund 430.000 Mitglieder.
Der DGB ist der Bund der Gewerkschaften. Gemeinsam vertreten der Bund und die Mitglieds-
gewerkschaften die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

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